Sölden (26.09.) – Zum höchsten Aussichtspunkt im Ötztal

[Hinweis: Auf dieser Tour ist Jochen alleine unterwegs]

Bevor ich mich heute auf den Heimweg machte, nutzte ich die letzte Gelegenheit, ein atemberaubendes Bergpanorama aufzusaugen und einen bleibenden Eindruck mit nach Hause zu nehmen. Kurz nach Öffnung der Mautstelle der Gletscherstraße hinauf zum Rettenbach- und Tiefenbachgletscher bezahlte ich 27 EUR für die Nutzung der Mautstraße, passierte den Rettenbachgletscher, fuhr durch den Rosi-Mittermaier-Tunnel hinüber zum Tiefenbachgletscher (wenn ich schon mit dem Auto hier bin, dann muss ich auch einmal durch den Tunnel gefahren sein), um nach der erneuten Tunneldurchquerung mein Auto auf dem noch komplett verwaisten Parkplatz am Rettenbachgletscher zu parken.

Achtung: Gefahr durch herabfallende Eiszapfen
Während der Tiefenbachgletscher bereits in der Sonne liegt…
… liegen Teile des Rettenbachgletschers noch im Schatten.

Nachdem kleinere technische Probleme an der Schwarze Schneid Bahn behoben waren, öffnete sich das Rolltor zum Eingang der Talstation und kurz danach schwebte ich über die Überbleibsel des Rettenbachgletschers hinweg nach oben bis zur Bergstation auf 3.250m ü.M. Von dort führte ein kurzer, steiler und steiniger Fußweg weitere 90 Höhenmeter zu einer Aussichtsplattform mit 360-Grad-Panorama auf die Gipfel der umliegenden Berge.

Der Gletscher würde sich im Gegensatz zu den Touristen sicher weniger Sonne wünschen
Wo genau ist hier der Weg nach oben?

Bei fantastischer Fernsicht reichte der Blick bis zum Luftlinie 55 km weit entfernten Ortler in den Dolomiten und zum über 100 km entfernten Monte Cristallo in der Nähe des Wintersportorts Cortina d’Ampezzo.

Blick auf die Wildspitze
Blick hinüber nach Italien zum Ortler (rechte Bergspitze)
Wie lange es wohl dauert, bis der Tiefenbachgletscher verschwunden ist?
Im Vergleich wirken die Bagger auf dem Gletscher immer noch sehr klein
Blick ins benachbarte Pitztal mit dem Rifflsee links

Dann war es an der Zeit, den Rückweg zur Bergstation der Seilbahn anzutreten, nach unten zu fahren und sich auf den langen Rückweg in die Heimat zu machen. Ein kurzer Zwischenstopp bot sich am Fernpass an, mit freiem Blick auf das mächtige Zugspitzmassiv.

Am Rasthaus Zugspitzblick versperren im Vergleich zur Hinfahrt heute keine Wolken den Blick auf das mächtige Massiv

Damit gehen gehen sechs schöne Tage in den Ötztaler Alpen zu Ende. Das Wetter war für Bergwandern optimal, schade jedoch, dass Ende September bereits viele Bergbahnen ihren Dienst eingestellt und Berghütten geschlossen waren, aber auch so nehme ich viele wunderschöne Eindrücke (und ein bisschen Muskelkater) mit nach Hause.

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