Robe (Australien) 17.11. – Alle Wege führen an Robe vorbei

Nach einem kurzen Abstecher ins Landesinnere gestern sind wir heute wieder zurück am Meer. Unser heutiger Übernachtungsort Robe, 300 km südöstlich von Adelaide, wird von unserem Reiseführer nicht erwähnt – kein Wunder, es ist auch nicht gerade eine Touristenhochburg.

Trotzdem gibt es hier eine Tourist-Info, in der man sich wie überall auf der Reise mit Prospekten und Unterlagen zu den Sehenswürdigkeiten des Ortes versorgen kann. Da der Weg von Penola nicht allzu weit war, hatten wir ausgiebig Gelegenheit, uns alle Highlights anzuschauen.

Cape Dombey, an dem man bereits im Jahr 1852 den der Navigation dienenden Obelisken errichtete, galt der erste Fotostopp.

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Cape Dombey Obelisk

Beim Einchecken im Motel wurden wir auf ein nettes Café in fußläufiger Entfernung hingewiesen, das wir nachmittags aufsuchten, um den Tag nicht in Stress ausarten zu lassen. Nach anderthalb Scheiben Bananen-Haselnuss-Brot, garniert mit einer unfassbar fettigen Creme (sicher das gleiche Zeug, mit dem die Briten ihre Scones vertilgen) und Nuss-Nougat-Creme, regte sich dann doch das schlechte Gewissen, sich noch ein wenig bewegen zu müssen (Stichwort 10.000 Schritte am Tag).

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Leckeres Bananenbrot, garantiert nicht kalorienreduziert

An der schroffen Küste bot sich eine kurze Wanderung mit weiteren Fotomotiven an.

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Küste von Robe mit Nobelherbergen
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Jochen auf Muschelsuche

Die Zeit bis zum Abendessen war noch lange genug für einen Abstecher zum “Little Dip Conservation Park” südlich von Robe. Der Park selbst und der zugehörige Küstenstreifen ist nur für Allradfahrzeuge – also nicht für uns – befahrbar, aber auf dem Weg hin und zurück liefen bzw. flogen uns dann doch noch ein paar Tiere vor die Kamera. Nur der mit Hinweisschildern angekündigte Wombat ließ sich nicht blicken, wahrscheinlich hielt er gerade seinen Schönheitsschlaf.

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Wer hat sich denn da unter die Schafherde gemischt?
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Schaf mit Laufmaschen
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Galah auf Futtersuche
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Känguru – immer auf Sicherheitsabstand bedacht

Zum Abendessen gab es heute mal was Neues: “Orientalisch”. In Australien verbindet man den Orient wohl mit Ägypten, zumindest waren auf den Tischdecken Pharaonen und andere ägyptische Symbole abgebildet. Vielleicht gab es im Einkauf aber auch gerade keine anderen Tischdecken. In Deutschland wäre das Restaurant ein türkisches Lokal gewesen, in dem man Hähnchen- oder Lammspieße mit Fladenbrot anbietet. Soweit so gut. Die Bedienungen wie auch das Küchenpersonal hatten allerdings heute wohl ihren ersten Tag und so dauerte es ewig lange, bis wir von den völlig gestressten Bedienungen unser Essen bekamen. Das Hähnchen von Alex war leider nicht ganz durchgebraten und wir ließen es zurückgehen. Der zweite Versuch gelang dem Koch deutlich besser.
Erkenntnis des Tages: Wir bleiben besser bei australisch, italienisch, thailändisch oder indisch, damit haben wir bisher deutlich bessere Erfahrungen gemacht.

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