Saarland 10.06. – Auf ins historische Zentrum von Ottweiler!

Fährt man die B41 von Neunkirchen nach St. Wendel, kommt man zwangsläufig durch Ottweiler. Der Charme der kleinen Stadt ist von der Durchgangsstraße aus nicht zu erkennen, nur Hinweisschilder deuten in Richtung der Altstadt. Den eigentlich für gestern geplanten Stopp auf dem Nachhauseweg hatten wir aufgrund der schlechten Wettervorhersage ausgelassen, und so wollten die Besichtigung der Altstadt heute Vormittag nachholen, bevor für den Nachmittag wieder schlechteres Wetter und Regen vorhergesagt war.

Erster Halt beim Rundgang durch die Altstadt war der Schlosshof, der wenig nach Schlosshof aussah. Kein Wunder, das Schloss wurde im 30jährigen Krieg stark beschädigt und später abgebrochen, der gleichnamige Platz deutet aber noch auf die ursprüngliche Nutzung des Platzes hin.

Quakbrunnen – Kinder ziehen an Pfingsten mit einem geschmückten Handwagen, dem sogenannten “Pfingstquak”, durchs Dorf und erbitten Eier, Speck und Geld für gesungene Ständchen

Abgesehen vom Schloss hat Ottweiler, dessen Blüte auf die Herrschaft der Grafen von Nassau-Saarbrücken zurückgeht, die ihren Höhepunkt in der Verleihung der Stadtrechte 1550 fand, ihren mittelalterlichen Charakter mit engen Gassen und Bauwerken aus dem Barock und der Renaissance erhalten.

Rathausplatz mit dem Rathaus aus dem Jahr 1717

Prägend für das Bild der Altstadt ist zudem der mächtige Alte Turm, der als Bergfried Anfang des 15. Jahrhunderts errichtet wurde. Heute dient er als Glockenturm der evangelischen Kirche von Ottweiler.

Der Kirchturm ist zu sehen, die evangelische Kirche versteckt sich hinter den Häusern

Direkt zwischen der stark befahrenen B41 und dem Flussbett der Blies liegt ein kleiner Rosengarten, an den sich das ehemalige Jagd- und Lustschlösschen des Fürsten Wilhelm Heinrich anschließt, das vom Generalbaudirektor Friedrich Joachim Stengel errichtet wurde und daher heute den Namen Stengel-Pavillon trägt.

Stengel-Pavillon – Ein schöner Ort, um wichtige Dokumente zu unterzeichnen

Heute residiert im Pavillon kein Fürst mehr, ein Notar verrichtet hier seine Dienste und zweimal im Monat werden Trauungen durchgeführt. Ein schöner Ort für einen besonderen Tag im Leben – wäre nicht der Lärm der stark befahrenen Bundesstraße.

Sie hat sicherlich eine Diät hinter sich, wenn ihr die Kleider schon vom Leib rutschen

Unser kurzer Ausflug ist damit schon zu Ende. Ottweiler wird noch viel Arbeit investieren müssen, die alten Häuser erhalten und somit Leben in die Altstadt bringen zu können. Vielleicht ist das vor Ort gesehene T-Shirt ja ein Ausblick in die ruhmreiche Zukunft der Stadt?

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Ob man das T-Shirt auch in Paris, London und Mailand kaufen kann?

Gutes Essen gehört natürlich auch zu einem gelungenen Urlaubstag, und da nachmittags keine weiteren Aktivitäten geplant waren, sprach nichts dagegen, sich ein feines Mittagessen zu gönnen. Das Grill au Bois in Neunkirchen bietet dafür exzellente Voraussetzungen. Eigentlich ist das Restaurant für sein hervorragendes Fleisch bekannt, mittags werden jedoch von 12-15 Uhr zwei Tagesgerichte (“Le plat du jour”) angeboten, bei denen zum Preis von 18,90 € ein kleines Glas Wein, eine Vorspeise in Form von Suppe oder Salat, ein kleineres, aber sehr feines Hauptgericht (Fleisch oder Fisch) sowie zum Abschluss ein Espresso enthalten sind. Alex entschied sich für das Schweinefilet, Jochen nahm den Lachs – und beide waren nach dem Mahl satt und zufrieden.

Holz dominiert im “Grill au Bois”
Schmeckt wie jedes andere Brötchen auch – sieht aber nett aus
Einmal Schweinefilet mit Bandnudeln und diversen Saucen
… und einmal mit Lachsfilet
Auf Wiedersehen und bis zum nächsten Mal in “der Steak-Residenz im Saarland”

Die Kalorien, die wir uns heute zugeführt haben, müssen wir morgen bei einem längeren Spaziergang wieder verbrennen.

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