Mackay (Australien) 30.10. – Cape Hillsborough am Morgen, Broken River am Abend

Die Fahrt von Airlie Beach nach Mackay bot tolle Einblicke in die australische Tierwelt: auf einer kleinen Wandertour am Cape Hillsborough – wer hat das Cape wohl entdeckt und nach dem englischen Earl of Hillsborough benannt? Da die Antwort zu leicht ist, gibt es keinen Preis dafür – hörten wir schon von weitem eine Gruppe von Rotschwanz-Rabenkakadus, die sich um die besten Futterplätze in den Bäumen stritten. Wir mussten natürlich auch erst googlen, um herauszufinden, welche Art Vögel da in den Bäumen saß, wir haben uns nicht über Nacht zu Hobby-Ornithologen weitergebildet.

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Zwei Rabenkakadus
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Rabenkakadu

Überrascht hat uns auch eine Echse, die unglaublich schnell das Weite gesucht hat, nachdem wir sie entdeckt hatten, das Foto ist also eher dokumentarisch:

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Echse – gerade noch fürs Foto sitzengeblieben

Mehr Zeit hatte da die nächste Gattung:

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Spinne

Am “Twin Beaches Lookout” gab es mal wieder einen schönen Blick auf die Küste und die vorgelagerten Inseln:

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Cape Hillsborough – vom Twin Beaches Lookout aus gesehen

Auf dem anschließenden kurzen Spaziergang namens “Diversity Boardwalk” durch den Mangrovenwald begleiteten uns unzählige blaue “Blue Tiger”-Schmetterlinge. Die größte Herausforderung, an der wir aber bisher gescheitert sind, ist das Fotografieren von Schmetterlingen mit offenen Flügeln im Flug, daher hier nur die geschlossene Variante.

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Blue Tiger

Kaum in Mackay angekommen, im Motel eingecheckt und im Supermarkt eingekauft, ging es sofort zu den beiden Highlights des Tages weiter – eines davon war geplant bzw. erhofft, das andere kam völlig überraschend.

Wir fuhren etwa eineinhalb Stunden nach Westen zum Eungella Nationalpark. Den ersten Halt machten wir in Eungella: da sich der Ort auf 686 m Höhe befindet, hat man zunächst einmal einen tollen Ausblick Richtung Osten auf das “Pioneer Valley”, der bei klarem Wetter sogar bis zum Meer reicht.

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Eungelle – Blick auf Pioneer Valley

Broken River, ein kleiner Fluss im Nationalpark und nur wenige Kilometer von Eungella entfernt, bietet laut Reiseführer gute Möglichkeiten, das scheue Schnabeltier in freier Wildbahn zu sehen. Dazu hat man zwei Aussichtsplattformen am Flussufer gebaut, von denen man die Tiere am Nachmittag bis zur Einbruch der Dämmerung beobachten kann.

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Broken River

Die Suche nach den Tieren im Wasser gestaltete sich nicht schwer: Schilder weisen einen darauf hin, dass man nach “Blubberblasen” im Wasser Ausschau halten soll, die das Tier bei seinen Tauchgängen hinterlässt. Und man solle leise sein. Das sollten wir schaffen.
Und tatsächlich sahen wir nach kurzer Wartezeit zwei Exemplare, die sich völlig ungestört im Wasser rumtrieben. Erstes Highlight des Abends:

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Juhu, ein Schnabeltier!

Eungella und der gleichnamige Nationalpark liegen recht abgeschieden, so dass die Möglichkeiten, abends etwas zu essen zu finden, doch sehr eingeschränkt sind. Unsere Befürchtung war, dass das nächste Restraurant erst in Mackay in über einer Stunde Entfernung zu finden sei und wir nicht vor halb neun der Unterzuckerung entgegenwirken könnten. Doch das kleine Wunder ereignete sich bereits kurz nach Verlassen des Nationalparks in Finch Hatton: im einzigen Hotel des Orts (mit angeschlossenem Pub und Restaurant) erregte ein Schild mit Pizza, Pasta und Schnitzel unsere Aufmerksamkeit. Obwohl für Alex ja eigentlich Donnerstag Schnitzel-Tag ist, machten wir heute mal eine Ausnahme. Aber was soll man schon weitab jeder Zivilisation von einem “Chicken-Parmigiana”-Schnitzel bzw. “Beef”-Schnitzel mit Pfeffersauce für 15 AUD inklusive Salat und Pommes erwarten? Eigentlich nichts, das Ergebnis war jedoch eine komplette Überraschung: das Essen war lecker und wir nach der großen Portion ordentlich satt.

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Schnitzel satt

Zum Dessert gab es – bei kostenlosem WiFi in unserer heutigen Unterkunft – die aktuelle Folge von “Inas Nacht” aus dem Mediencenter der ARD. Ein Hoch auf die moderne Technik!

4 Kommentare

  1. ich sach jetzt mal nicht, wo wir vor kurzem Rabenkakadus gesehen haben ;-)
    Wir lieben Euren Blog und reisen so gerne mit Euch um die Welt. Weiter so. Für uns “immer nur nach Frankreich-Fahrer”: Vielleicht könnt Ihr alle 4 Wochen in einer Zwischenbilanz das beste Ziel wählen, so dass wir Menschen mit weniger Zeit wissen, wo wir unbedingt einmal hin müssen. Sieht ja alles so toll aus…

    1. Lieber Lilleboy, wir werden am Ende unserer Ostküstenroute oder spätestens nach Sydney bestimmt nochmal resümieren, was uns denn nun am allerbesten hier gefallen hat. “No worries!”, wie der Aussie so schön sagt :-)

  2. Hallo Alex u. Jochen,
    nachdem meine Baustelle in Neuweiler endlich fertig ist, schaue auch ich mir dieses geniale Tagebuch einer “Rundreise” an. Um nicht nochmal an einer Herausforderung zu scheitern hier mein Tipp um Schmetterlinge zu fotografieren: man pinkelt einfach auf eine sonnige Stelle am Wegesrand und man braucht nicht lange zu warten-die Schmetterlinge kommen ….
    und ein echtes Schnabeltier zu fotografieren haut mich glatt um
    Gruß Erwin

    1. Hallo Erwin,

      jetzt musst Du aber eine neue Beschäftigung suchen, wenn die Arbeiten in Neuweiler abgeschlossen sind. Vielleicht können wir Dich als Ratgeber in Sachen Vogelwelt kontaktieren, wenn wir wieder mal unsicher sind, was wir da vor der Linse haben.

      Auf die Idee mit den Schmetterlingen wären wir niemals bekommen, wir dachten sie interessieren sich nur für Nektar. Wir sollten aber schauen, wo wir den Tipp zur Anwendung bringen. Im öffentlichen Park einer Stadt ist dies sicherlich kein geeignetes Mittel, sonst werden wir zum Fotomotiv anderer Touristen. :-).

      Viele Grüße
      Jochen & Alex

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