Rovinjsko Selo 10.09. – Spaziergang am Limski-Kanal und Abendessen mit Freunden aus der Heimat

Die Sonne begrüßte uns nach dem Aufstehen auch heute vom strahlend blauen Himmel, der Wetterumschwung mit Wolken und Regen kommt wohl erst übermorgen in der Adria an. Nach dem Frühstück verabschiedete sich Jochen zu einer Wanderung entlang des Limski-Kanals. Im Gegensatz zu den touristischen Anpreisungen als Fjord handelt es sich dabei um ein 9 km langes Karsttal, in das Meerwasser eindringt und das sich mit dem hier mündenden Lim-Bach vermischt.

Die 8 km lange Wanderung begann und endete im Ort Kloštar an den Ruinen des ehemaligen Benediktinerklosters am Nordufer. Der Weg ging überwiegend glücklicherweise durch schattigen Laubwald, allerdings ohne Blick auf die nur unweit entfernte verlaufende Meeresbucht.

Vom Limski-Kanal und dem Meer war lange Zeit nichts zu sehen

Am Wendepunkt führte ein kleiner Weg hinunter zum Meer und endete an einem Steg, an dem Boote anlegen können. Etwas oberhalb köderte die Bar einer (Piraten-)Höhle Besucher mit einem kühlen Getränk und einem wunderschönen Blick auf das tiefe Blau des Limski-Kanals. Nach einem kurzen Stopp für eine Erfrischung ging es auf den 4 km langen Rückweg und nach insgesamt 2 Stunden war das Auto wieder erreicht. Zu Hause wartete die Abkühlung in Form des Pools.

Angekommen am Limski-Kanal. Passend zur Piratenhöhle legte hier das Piratenschiff an
Sogar Merchandising-Produkte gab es an der Bar zu erwerben
Schöner Rundumblick auf den Limski-Kanal
Wenn hier wirklich mal Piraten gehaust haben, hatten sie zumindest eine trockene Unterkunft und einen schönen Ausblick

Zum Abendessen hatten wir uns mit Freunden aus Deutschland verabredet, die auf der Durchreise nach Dubrovnik zum Verwandten- und Freundesbesuch Halt in Istrien machten. Sie hatten bereits eine Restaurantempfehlung für Rovinj erhalten: Das Artičoka begrüßte uns in einem alten Gemäuer inmitten der Altstadt, etwas abgelegen der touristischen Pfade.

Diesen kroatischen Namen versteht sogar der deutsche Tourist
Schönes Restaurant mit sehr gutem Essen

Nachdem wir Platz genommen hatten, erklärte uns der freundliche Service zunächst einmal die komplette Karte von Vorspeisen bis Hauptgerichte. Als Aperitif wählte Jochen einen Negroni und brachte damit ein bisschen was bei den italienischen Getränken durcheinander, eigentlich wollte er einen (alkoholfreien) Crodino ordern, der Negroni hingegen besteht aus nichts anderem als Alkohol. Es war also kein Wunder, dass es ihm beim Genuss des Aperitifs, der zu gleichen Teilen aus Gin, Campari und Wermut gemixt wird, leicht schummrig wurde.

Wenn man wirklich will und sich nicht vertan hat, dann bekommt man hier auch einen Negroni gemixt
Das Fischfilet sah nicht nur gut aus, sondern schmeckte auch hervorragend

Nach dem hervorragenden Essen spazierten wir ein wenig durch die Altstadt, kauften uns ein Eis und setzten unseren bezaubernden und entspannten Abend in der Bar La Moura mit lustigen und netten Geschichten von früher und heute fort. Erst nach Mitternacht, als es schon merklich abgekühlt war und sich die Tische und Stühle der Bar geleert hatten, traten wir unsern Nachhauseweg an und fielen müde und zufrieden in unsere Betten.
Unsere Freunde bleiben, bevor sie ihre Fahrt fortsetzen, noch einen weiteren Tag in Rovinj – eine gute Gelegenheit, den schönen Abend von heute morgen zu wiederholen.

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