Rovinjsko Selo 14.09. Es regnet…

Das mächtige Regengebiet, das weite Teile Österreichs, Tschechiens, Polens, Rumäniens und Ostdeutschlands unter Wasser gesetzt hat, sorgt auch in Istrien für Regen und Temperaturen unter 20 Grad – wir haben die letzten Tage längere Zeit in der Ferienwohnung verbracht und viel gelesen. Beim Abendessen am Donnerstag in der Pizzeria Mamma im Nachbarort mussten wir vom Anbau ins Hauptgebäude flüchten, als es anfing, durch die Holzdecke zu regnen. Davon ließen wir uns das Essen aber nicht vermiesen, die Pizza war genauso lecker wie bei unserem ersten Besuch an gleicher Stelle.

Spät abends entdeckte Alex ein “Haustier”, das sich vor dem Regen in unser Schlafzimmer verkrochen hatte: Den vom Kuscheltier weit entfernten Skorpion wollten wir dann aber doch nicht über Nacht bei uns behalten. Mit einem Glas bewaffnet sorgte Jochen freundlich, aber bestimmt dafür, dass der Knabe die Nacht (und hoffentlich auch die folgenden) im Freien verbringen musste.

Vor dem Hinausbefördern noch schnell ein Foto als Beweis geschossen

Am Freitag gleiches Wetter, wir verließen nur zum Abendessen das Haus: Die Taverne Konoba Kafana hätten wir eigentlich auch zu Fuß erreichen können, aber der Regen und die Schnellstraße, die die beiden Ortsteile von Rovinjsko Selo trennt, luden nicht gerade dazu ein. Fazit des Restaurantbesuchs: Wenn wir das nächste Mal Lust auf Grillspezialitäten verspüren, gehen wir besser zum Kroaten unserer Wahl in Deutschland, denn die Bewertung von 4,8 Sternen bei Google entsprach nicht dem, was wir auf unserem Teller hatten.

Eine ganz andere Herausforderung wartete am Samstag auf uns – wir lösten sie nur bedingt zufriedenstellend: Wir wollten Konzerttickets für die Arena Tour 2025 der französischen Band Indochine ergattern, ab 09:45 Uhr standen wir in den Startlöchern für den Beginn des Vorverkaufs um 10:00 Uhr. Alex versuchte sich an Tickets für Paris im Juni am Rechner, Jochen wollte übers Handy Tickets für Straßburg besorgen – doch die Webseiten von fnac.com und ticketmaster.fr waren erst nach einstündiger Warteschleife aufrufbar, danach gab es bei der Wahl der Ticketanzahl Probleme. Wir wähnten uns des Öfteren kurz vor dem Ziel, bevor uns die Webseite mit einem “Error” rausschmiss und wir uns von vorne in die Warteschlange einreihen mussten. Letztendlich schafften wir es nach vier Stunden (!) Anspannung, Hoffnung, Enttäuschung und Frust nur für das Konzert in Straßburg Karten zu ergattern.

Der Ärger musste bei Jochen raus und da zumindest für die kommenden beiden Stunden kein Regen angekündigt war, fuhr er zum Parkwald Zlatni rt (zum Glück fand das Navi den Parkplatz auch ohne den komplizierten Namen eintippen zu müssen) an der Küste südlich von Rovinj und spazierte die vier Kilometer rund um die kleine Halbinsel.

Verständlicherweise war heute nicht allzu viel los am Strand

Es waren ein paar unverzagte Badende im Wasser oder saßen in einer der wunderschönen Badebuchten – aber sicher kein Vergleich mit dem Andrang, der hier noch vor ein paar Tagen bei Sonnenschein und schweißtreibenden Temperaturen geherrscht haben muss. Von der Nordseite der Halbinsel ging der Blick hinüber zur Altstadt Rovinj mit der Kirche der Hl. Euphemia auf der Spitze. Die schroffen und glatten Felsen der Halbinsel lockten Kletterer an, die heute sicherlich ganz froh über die für ihren Sport angenehmen Temperaturen waren.

Nur wenige Radfahrer und Spaziergänger waren unterwegs

Von überall in der Umgebung aus zu sehen – der Turm der Kirche der Hl. Euphemia
Sieht herausfordernd aus, den Felsen zu erklimmen
Wenn einer anfängt, ein Türmchen zu bauen… aber sind ja ausreichend Steine da
Zum Ende hin fing es leicht an zu tröpfeln – Zeit, zum Auto zurückzukehren

Zum Abendessen fuhren wir anschließend gemeinsam nach Rovinj und genossen leckere Pasta im Restaurant Il Faro, ein versöhnlicher Abschluss für den Stress am Vormittag.

Für die Abendunterhaltung sorgte im Fernsehen die Rückkehr von Stefan Raab in den Boxring und ins Fernsehgeschäft bei RTL+. Wir sind etwas skeptisch, ob das neue Format eine Erfolgsgeschichte werden wird – aber lassen uns gerne vom Gegenteil überzeugen.

Für Morgen sind bessere Wetteraussichten angekündigt – zumindest ab dem Nachmittag wollen wir uns die Halbinsel noch etwas näher anschauen.

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