Nelson (Neuseeland) 19.12. – Lange nichts mehr von Captain Cook gehört

Lange ausschlafen wie gestern war heute nicht drin, denn bereits um 8 Uhr mussten wir mit dem Auto am Fährterminal sein, um auf der Interislander-Fähre von Wellington (Nordinsel) nach Picton (Südinsel) einzuchecken. Im Vorfeld hatten wir lange überlegt, ob wir das Auto mitnehmen wollen oder in Wellington abgeben und in Picton einen neuen Mietwagen in Empfang nehmen. Natürlich war unsere letztendlich gewählte Variante, das Auto mitzunehmen, teurer, aber so ersparten wir uns bürokratischen Aufwand, mussten nicht das Gepäck auf die Fähre tragen und durften das ausgeklügelte Beladungsprozedere bestaunen.

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Man sollte sich besser gut merken, wo man geparkt hat, sonst ist langes Suchen angesagt

Die Fähre querte auf ihrer dreieinhalbstündigen Fahrt die “Cookstraße” und es ist nicht schwer zu erraten, wer der Straße ihren Namen gab. James Cook fuhr erstmals als erster Europäer am 22. Januar 1770 durch die Passage. Bereits im Jahr 1642 sah der holländische Seefahrer Abel Tasman die Durchfahrt, hielt sie aber für eine Bucht. Nach Tasman benannte man aber wenigstens den Nationalpark, der dann morgen unser Ziel sein wird.

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Abschied von der Nordinsel Neuseelands
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Land in Sicht – die ersten Ausläufer der Südinsel

Die See war ruhig und so konnten wir unsere Kaugummis gegen Seekrankheit ungeöffnet im Rucksack lassen und die Fahrt genießen. Auf der Südinsel Neuseelands bis zum Hafen in Picton steuerte das Schiff durch die sogenannten “Marlborough Sounds” – Flusstäler, die sich durch tektonsiche Verschiebungen absenkten und somit zum Teil im Wasser verschwanden. Die Landschaft erinnert an norwegische Fjorde, jedoch nicht ganz so schroff, sondern mehr mit sanften bewaldeten Hügeln.

In Picton angekommen ging es gleich los in Richtung unseres heutigen Übernachtungsortes Nelson, jedoch nicht über den State Highway 1, sondern über den kürzeren, deutlich kurvenreicheren, dafür aber auch landschaftlich reizvolleren “Queen Charlotte Drive” entlang der Fjordarme des Marlborough Sounds.

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Ein letzter Blick auf den Hafen von Picton. Ganz rechts ist unsere Fähre der Reederei “Interislander” zu sehen
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Blick auf einen Arm der Marlborough Sounds

Der Ort “Pelorus Bridge” bot sich für einen Zwischenstopp und eine kleine Erfrischung an: während wir ein Kaltgetränk zu uns nahmen, badeten andere kälteunempfindliche Touristen im gleichnamigen Fluss.

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Es ist gar nicht kalt!

In Nelson stand dann das Standardprogramm auf der Tagesordnung: da wir auf der Südinsel weitgehend in Hotels bzw. Motels übernachten, mussten wir uns das Frühstück für die kommenden Tage selbst besorgen, und anschließend gingen wir zur Tourist-Info,  um uns über die Möglichkeiten im Abel Tasman Nationalpark zu informieren.

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