Haiku (Maui, Hawaii) 24.01. – And it was all yellow

Da unser Flug nach Maui um eine Stunde nach hinten verschoben worden war, hatten wir noch ein wenig Zeit, die Kaffeeplantage der “Kauai Coffee Company” zu besuchen und das kostenlose Kaffeetasting mitzumachen.

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Kauai Coffee Company

Keine der angebotenen Sorten riss uns wirklich vom Hocker – vielleicht auch, weil sie aufgebrüht und nicht wie Espresso zubereitet waren. Aber man hatte sich lustige Namen für die einzelnen Marken ausgedacht: “Rooster Alarm” soll morgens wohl ebenso wach machen wie das Krähen der Hähne auf der Insel.

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“Hallo Wach”-Kaffee

Nach dem Tasting schlenderten wir noch eine Viertelstunde durch die Kaffeeplantage, bevor wir uns auf den Weg zum Flughafen machten, den Tank füllten und die DVD zu unserem Rundflug am Donnerstag abholten.

Zur neuen Abflugzeit um 13:18 Uhr stand noch kein Flugzeug am Gate, wir mussten uns also auf weitere Verzögerungen einstellen – um 14 Uhr hob der Flieger endlich ab. Auf Maui angekommen, ging es zur Autovermietung: wie immer versuchte uns der freundliche Angestellte mehrfach ein teureres Auto, weitere Zusatz-Versicherungen und die Variante der Autorückgabe mit leerem Tank (viel billiger!) zu verkaufen.
Wir lehnten alle Angebote dankend – und irgendwann auch genervt – ab und bekamen letztendlich das, was wir gebucht hatten: einen viertürigen Kompaktwagen.

Nach einigen huntert Metern Fahrt zeigte sich, dass der Blinker rechts hinten kaputt war, so ein Mist. Also zurück zur Autovermietung und das Ganze reklamiert: ein Wechsel der Birne war so schnell allerdings nicht möglich, gab man uns stattdessen einen Ersatzwagen. Da jedoch keine Kompaktwagen mehr verfügbar waren, bot man uns ein Cabrio zu gleichen Konditionen an. Damit wir endlich starten konnten, willigten wir ein – das Auto war zwar ein Upgrade, zum Transport von Koffern aber gänzlich ungeeignet. Doch die größte Überraschung stand noch bevor: als wir auf dem Parkplatz ankamen, entfuhr es Alex: “Alles, nur nicht der Gelbe!”
Ihr Hoffen war jedoch vergebens, denn genau das sollte unser Wagen sein:

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Unser gelber Flitzer

Vor 40 Jahren hätte die Überschrift des Beitrags sicher “Hoch auf dem gelben Wagen” geheißen und wäre von Walter Scheel intoniert worden – der Song von Coldplay ist allerdings auch schon 15 Jahre alt.

Im Auto hat man allen möglichen Schnick-Schnack verbaut, inklusive “Head up Display”, bei dem die Geschwindigkeit auf die Windschutzscheibe projiziert wird. Lediglich beim Einsteigen ist Vorsicht angebracht, sich keinen Bandscheibenvorfall einzuhandeln. Morgen werden wir das Verdeck öffnen und auf der Insel die Post einsammeln, um das Auto so seiner eigentlichen Bestimmung zuzuführen.

Zum Abschluss des Tages ging es zum Abendessen und Einkaufen nach Paia: auf dem Fußweg zum Restaurant wehte uns bereits ein leichter Haschisch-Geruch entgegen – insgesamt fühlten wir uns ein wenig wie Aliens, denn Flipflops, coole Klamotten, Dreadlocks, ein langer Bart und Tätowierungen wären angebracht gewesen, um unter den vielen Surfern nicht aufzufallen. Jochen hat zum letzten Mal eine solche Dichte an Dreadlocks in einem Raum zu sehen bekommen, als sich einige Jecken zu Karneval in Köln als “Captain Jack Sparrow” aus “Fluch der Karibik” verkleidet hatten.

4 Kommentare

  1. Hallo ihr beiden,

    euer Wagen hat eine gewisse Ähnlichkeit mit meinem alten Postgolf. Meiner hatte nur kein Verdeck .
    Solltet ihr noch mal in Paia Essen gehen, müsst ihr unbedingt den Paia Fish Market ausprobieren.
    So und jetzt noch viel Spaß auf Maui.

    VG, auch von den beiden Mädels,
    Jens

    1. Danke für den Tipp für das Abendessen, wir sind noch drei Abende auf Maui und Fish Market hört sich gut an. Ich erinnere mich dunkel an Deinen alten Postgolf, bin mir aber nicht sicher, ob Du Dich auch geschämt hast damit herumzufahren, wie wir für unseren Wagen :-). Die Vermieterin meinte nur es sei eine schreckliche Farbe – dem ist nichts hinzuzufügen außer, dass wir heute Morgen am Krater des Haleakala genau das gleiche Auto nochmal gesehen haben. Wir sind also nicht alleine.

  2. Hallo Ihr Zwei! Erinnere mich auch gerade an mein erstes Auto “einen Einser Post Golf”, ich denke nur ein bisschen lauter vom Motor.
    Man könnte auch an James Bond denken…wenn die Farbe nicht wäre
    Sonst passt ja alles!
    Euer Bericht war ein echter Lacher!
    Viel Spass beim Cabrio fahren und Jochen Denk daran dein Haupt zu bedecken! Viele Grüsse Petra

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