Ciudad de México (Mexiko) 21.02. – México olé!

Um sieben Uhr ging es heute früh schon los in Richtung Flughafen San José. Zum Glück ist Costa Rica ein sehr katholisches Land und der Sonntag damit heilig: so blieb auch das befürchtete Verkehrschaos rund um die Hauptstadt aus. Da unser Frühstück im Hotel ausfallen musste und wir noch genügend Zeit vor der Rückgabe unseres Mietwagens hatten, besorgten wir uns bei Walmart, der sich praktischerweise direkt neben der Mietwagenstation befindet und zu unserem Glück auch sonntags geöffnet hat, etwas zu essen: beim Verzehr der Kaffeestückchen im Auto lief überraschenderweise die englische Version von Falco’s “Der Kommissar” im Radio – Wikipedia klärt uns auf, dass der Song es 1983 sogar auf Platz 5 der US-amerikanischen Charts geschafft hat!
Bei Europcar saßen wie auch bei unserer Ankunft einige Touristen untätig herum und wir fühlten uns zwölf Tage zurückversetzt, als wir vier Stunden auf unseren Wagen warten mussten.

Costa Rica verlangt eine Ausreisesteuer von 29 USD/Person und hat genau aufgeschlüsselt, was mit dem Geld passiert. Zusätzlich zur unnötigen Ausgabe waren mal wieder etliche Dokumente auszufüllen: Ausreisedokument Costa Rica, Einreisedokument Mexiko, Zollformular Mexiko. Müssen Nicht-EU-Bürger diese Formulare bei der Einreise nach Europa auch ausfüllen? Die Fluggesellschaft Aeromexico hingegen hat uns positiv überrascht: die Mitarbeiter waren sehr freundlich und wir sind pünktlich in Richtung Mexiko-Stadt abgehoben. Am Flughafen Mexiko-Stadt dauerte es eine Stunde, bis wir einreisen konnten, die Schlange war sehr lang:

001_Mexico-Stadt_Ankunft
Immigration in Mexiko-Stadt: 200 Touristen + 3 geöffnete Schalter = Warteschlange

Bei der Zollkontrolle wurden wir auch noch rausgepickt und mussten unsere Koffer öffnen – was auch immer sie darin gesucht haben, gefunden haben sie nur eine Spinne in Alex’ Koffer, die Jochen heldenhaft entfernte.
In der Ankunftshalle erwartete uns leider niemand mit einem Schild, auf dem unser Name stand – also versuchten wir zum zweitmöglichen Treffpunkt laut unserer Reiseunterlagen zu gelangen, der sich aber nach Aussage des Informationsschalters im anderen Terminal befindet, zu dem man nur mit Flugticket Zugang hat. Sehr seltsam.
Wir waren schon drauf und dran, mit dem Taxi ins Hotel zu fahren, als wir eine Frau in der Ankunftshalle entdeckten, die ein Schild zwar von einem anderen Reiseveranstalter, jedoch mit unserem Namen in der Hand hielt. Als wir sie ansprachen und fragten, wo sie vor einer guten halben Stunde bei unserer Ankunft gewesen sei, meinte sie, in ihren Unterlagen stehe für unsere Ankunft ein Flug mit der Nummer 619, den es dummerweise gar nicht gab. Unsere tatsächliche Flugnummer 691 lässt auf einen Zahlendreher schließen, so clever scheint man aber beim Veranstalter nicht gewesen zu sein, sondern ist wohl auf gut Glück zum Flughafen gefahren, zumal noch ein zweiter Transfer gegen 18 Uhr auf dem Programm stand.
Eine halbe Stunde später kamen wir recht müde im Hotel an, zogen uns rasch um und gingen nur noch zum Essen ins Restaurant “Garabatos” direkt um die Ecke.

Noch ein paar Worte zu den Meldungen, auf die uns lilleboy und Nicole bezüglich des Zyklons “Winston” auf Fidschi aufmerksam gemacht haben:
Unser Fahrer vom Resort zum Flughafen hatte uns schon die Ängste der Bewohner in Anbetracht der aktuellen Zyklon-Saison geschildert. Die schlimmsten Befürchtungen scheinen nun Realität geworden zu sein. Das Zentrum des zerstörerischen Zyklons zog genau über den Ort, an dem unser Resort liegt. Nicht auszudenken, wären wir eineinhalb Monate später dort gewesen. Der Tourismus auf Fidschi hatte sich gerade zur Haupteinnahmequelle des Landes gemausert, die Zerstörungen werden das Land sicher wieder in seiner Entwicklung zurückwerfen. An der Westküste Australiens hatten wir bereits auf Dunk Island gesehen, wie es einem Hotelresort ergehen kann, wenn es von einem tropischen Wirbelsturm getroffen wird: dort wurde die Anlage aufgegeben und ist jetzt dem Verfall preisgegeben. Es bleibt zu hoffen, dass die wunderschöne Anlage von Volivoli den Sturm glimpflich überstanden hat und sich Fidschi schnell wieder erholt.
Christchurch wurde übrigens vor kurzem von einem Erdbeben der Stärke 5,7 erschüttert, zum Glück sind hier wohl größere Zerstörungen ausgeblieben.

Morgen haben wir noch einen Tag in Mexiko-Stadt zur freien Verfügung, bevor Dienstag unsere Rundreise startet: nach viel Natur und Tierbeobachtung in Costa Rica steht jetzt mehr Geschichte und Archäologie auf dem Programm – wir sind gespannt und werden über unsere Erlebnisse berichten.

2 Kommentare

  1. Ja, ich habe schlimme Bilder von den Fidschis gesehen…das Glück möge aber auf Eurer Seite bleiben mit solchen Ereignissen. Überhaupt: War schon mal jemand von Euch beiden krank auf der Reise? Weiterhin Glückauf!

    1. Wir waren bisher zum Glück nicht ernsthaft krank, Alex hat mal einen Tag in Vietnam ausgesetzt, ich hatte mit einer kleinen Grippe mit leichtem Fieber und Husten in Neuseeland zu kämpfen, wobei das Fieber nach zwei Tagen wieder weg war und der Husten länger angehalten hat. Das hätte schlimmer sein können, wenn wir zu Hause gewesen wären. Trotz etlichen Mückenstichen sind wir bisher auch von Malaria, Dengue oder Zika verschont geblieben und wir hoffen, das bleibt auch so.

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