Chiapa de Corzo (Mexiko) 28.02. – Ein Tag im Bus

Hätten wir heute ein Fitnessarmband getragen, wäre das Ergebnis vernichtend ausgefallen. Die größte Herausforderung des heutigen Tages bestand – bis auf kleinere Toilettenpausen und die Mittagspause – darin, im Bus zu sitzen und irgendwie die über 550 km lange Strecke von Oaxaca nach Chiapa de Corzo hinter sich zu bringen.

Heute Morgen konnten alle die Weiterfahrt antreten – auch die drei Teilnehmer der Rundreise, die in den letzten beiden Tagen mit Montezuma zu kämpfen hatten. Die Fahrt glich zu Beginn einer Achterbahn, nur die Loopings fehlten: auf extrem kurvigen Straßen ging es bergauf, bergab, nach links und rechts und das in stetem Wechsel. Wir waren für jeden Halt froh, auch wenn er nur fünf Minuten dauerte und wir einen Eindruck von der Landschaft fotografisch festhalten konnten.

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Viele Kakteen zu Beginn der Fahrt

In La Ventosa, wo Mexiko die schmalste Stelle aufweist und die Entfernung zwischen Altlantik und Pazifik nur 200 km beträgt, bläst auch der Wind am heftigsten. Wir hätten in Mexiko nicht damit gerechnet, eine so hohe Anzahl von Windkraftanlagen zu Gesicht zu bekommen, aber hier lohnt sich deren Einsatz garantiert.

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Sieht fast wie in Deutschland an der Nordsee aus

Die Büsche rund um das kleine Städtchen dienen unfreiwilligerweise als Fangzäune für die umherfliegenden Plastiktüten und so sah die Gegend rund um La Ventosa ein wenig zugemüllt aus.

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Der Blick nach Vorne in Richtung Frontscheibe des Busses lieferte ansonsten immer das gleiche Bild – auf der rechten Seite unsere Reiseleiterin Anna und am Lenkrad unser Fahrer Oswaldo.

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Bei einer kurzen Toilettenpause sahen wir dann noch, wie in Mexiko der Ausflug einer Fußballmannschaft zum Auswärtsspiel aussieht – oder welches Transportmittel man dazu verwendet: wenn gerade kein Bus zur Verfügung steht, muss halt die Ladefläche eines LKW herhalten.

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FC Caramba on tour

Gegen halb sieben kamen wir endlich im Hotel in Chiapa de Corzo an. Eine halbe Stunde später machten wir noch eine kurze Erkundungstour über den Hauptplatz, fanden aber kein vertrauenserweckendes Restaurant und mussten uns mit ein paar Chips und Keksen zum Abendessen begnügen.

4 Kommentare

    1. Lebensmittelein- und -ausfuhr ist überall streng verboten, und Platz im Koffer haben wir auch nicht… musst es Dir also leider übers Netz bestellen.

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