Habana (Kuba) 29.03. – Viva la “Che”volution!

Nach fünf Tagen “All inclusive” in Cayo Coco hieß es heute Morgen Abschied nehmen. Der Sparfuchs in Jochen rechnete mal kurz nach, ob wir für den gezahlten Preis ausreichend gegessen und Alkohol getrunken haben: das Mittagessen haben wir jeden Tag ausfallen lassen, die beiden Flaschen Sekt und Rum, die man uns im Zimmer bereitgestellt hatte, haben wir erst gar nicht angefasst, und zum Abendessen gab es ein Glas Wein und danach zwei Cocktails – wir haben sehr gut gelebt, mehr ging nicht. Die Tage werden uns in schöner Einnerung bleiben.

Auf der Verbindungsstraße zum Festland hatten die Flamingos zu unserem Abschied ihr schönstes Federkleid angelegt, wir mussten gleich nach dem Start schon den ersten Fotostopp einlegen.

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Drei Flamingos auf Tour

Der nächste Halt war dann erst nach 250 km in Santa Clara. Unser Navi führte uns zunächst ins ursprüngliche, sehr ländliche Kuba – was uns gar nicht so recht war. Anscheinend war dies der kürzeste, aber definitiv nicht der beste Weg: die Straßen – wenn man diese überhaupt so nennen kann – waren eine einzige Katastrophe. Nach zwanzig Kilometern Schlaglochpiste waren wir froh, wieder auf einigermaßen passablem Straßenbelag fahren zu können. Santa Clara wird von vielen Besuchern wegen des Denkmals für Ernesto Che Guevara, den Helden der Revolution, angesteuert: mit nur 150 Anhängern schaffte er es, 1958 die Stadt einzunehmen und so die wichtige Verbindung des Batista-Regimes zwischen Ost- und Westkuba zu kappen – nach der Eroberung war der Weg nach Havanna für die Revolutionäre frei.

Schon weit vor Santa Clara tauchten immer wieder Bilder des Nationalhelden am Straßenrand auf.

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An der Gedenkstätte in Santa Clara, an der auch die sterblichen Überreste beerdigt sind, die man 1997 von Bolivien nach Kuba überführt hat, steht eine 6,80 m hohe Figur das Nationalhelden. Auf dem Steinquarder neben dem Denkmal ist der Abschiedsbrief von Che an Fidel Castro zu lesen, im großen Wandrelief werden verschiedene Etappen des Guerillakampfes dargestellt.

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Monumento Memorial Che Guevara
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Teile aus Che’s Abschiedsbrief
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Flachrelief mit Szenen aus Che’s Leben

Gegen zwei Uhr nahmen wir die zweite Hälfte der insgesamt über 500 km langen Fahrt in Angriff und liessen die Weltreise schon mal ein wenig Revue passieren. Zum Glück haben wir viele Bilder im Gepäck, um uns die unterwegs aufgenommenen Eindrücke noch einmal ins Gedächtnis zu bringen.

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Die Straßen werden wir nicht vermissen

Um halb sechs im Hotel am Malecón in Havanna angekommen, bezogen wir für die letzte Nacht auf Kuba das gleiche Zimmer wie vor dreieinhalb Wochen. Erstmal ist uns ist keine Veränderung im Vergleich zum letzten Mal aufgefallen, wir sind gespannt, ob wir morgen bei unserem Bummel durch die Altstadt noch Spuren der Besuche von Barack Obama oder den Rolling Stones finden.

Nach dem Abendessen im Hotel setzen wir uns noch ein wenig an die Uferpromenade und schauten dem Treiben zu: wie beim letzten Mal fuhren viele Oldtimer die Touristen auf einer Sightseeing-Tour durch die Stadt.

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1 Kommentar

  1. Welcome Home von Melanie aus Bayreuth,

    TRAUMHAFT und einfach nur Danke für Eure genialen Welttrip-Berichte.
    Für Euren Start ins westeuropäischen Gefilde wünsche ich Euch von Herzen was mir unser Großer die Woche geraten hat: Chill mal Deine Basis Mel…

    Herzlichst die Lutzens

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