Nach Frühstück und Blog schreiben starteten wir zu einem Ausflug auf die Plose: Der Gebirgsstock mit mehreren Gipfeln um 2.500m über N.N., auf dem sich auch unsere Ferienwohnung befindet, bietet sich im Winter zum Ski fahren und im Sommer zum Wandern an, mehrere Skilifte bringen die Besucher nach oben. An der Abfahrt zur Talstation der Plose Kabinenbahn waren wir auf dem Weg nach Brixen bereits des Öfteren vorbeigekommen – heute bogen wir endlich dorthin ab.
Mit der BrixenCard sind alle Lifte auf die Plose einmal am Tag für Berg- und Talfahrt kostenlos nutzbar. Das Wetter war wie die letzten Tage sonnig mit wenigen Wolken und für 2000 Meter war eine Temperatur von 12 Grad angekündigt. Für den Berg packten wir auch Weste und Jacke ein, bevor wir los fuhren, die Sonne erwies sich allerdings noch so kräftig, dass zumindest die Jacke eingepackt bleiben konnte.
An der Bergstation der Kabinenbahn Plose hat man monumental den Namen des Bergs aus Holz modelliert. Mutige können mit einem befestigten Fahrrad versuchen, einen Überschlag zu vollführen. Uns fehlte dazu sowohl der Mut als auch die Fitness.

Wir spazierten lieber den sogenannten WoodyWalk bis zur Rossalm hinauf: ein breit angelegter Weg, bestens für einen Spaziergang für Familien mit Kindern geeignet – und für uns. An einigen Stellen hat man originelle Skulpturen und Spielgeräte aus Holz geschaffen.




An der Rossalm angekommen, kann man sich, auch wenn man noch nicht viele Kalorien verbrannt hat, bestens stärken, den Ausblick und die Sonne genießen. Ein äußerst freundlicher und gut gelaunter junger Mann servierte uns dann einen unglaublich guten Kaiserschmarrn und machte unseren Tag damit noch ein wenig schöner.

Danach trafen wir auf zwei Exemplare einer Spezies, deren Anliegen wir nicht genau einschätzen konnten. Mit Streicheleinheiten konnten wir dienen, sollten sie auf Leckerlis aus gewesen sein, mussten wir sie leider enttäuschen.


Für eine größere Runde über die Plose mit einer weiteren Seilbahn zum Gipfel und anschließendem Fußweg war es leider schon zu spät, so spazierten wir zur Bergstation der Kabinenseilbahn zurück. Noch einmal konnten wir das herrliche Panorama der Berge mit dem Peitlerkofel und der Geislergruppe genießen.


Für die Talfahrt gingen wir beide getrennte Wege: Alex nutzte die Kabinenbahn ins Tal, Jochen mietete einen Mountaincart – einen Gocart ohne Antrieb, aber mit zwei gut funktionierenden Handbremsen, um damit den Berg herunter zu preschen. Gut durchgeschüttelt kam er nach 20 Minuten an der Talstation an. Die 12 EUR in den Cart waren gut investiert – die Abfahrt machte reichlich Spaß.
Zum Abendessen hatten wir eigentlich geplant, nach Brixen zu fahren, Jochen wollte jedoch vorher noch ein wenig von unserer Ferienwohnung ausgehend den Berg hinauf fahren, um die Gegend dort zu erkunden – man kann ja schon ahnen, wie das ausgeht. Dabei hatten wir immer wieder die umliegenden Berge mit der markantesten Erhebung, dem Peitlerkofel, im Blickpunkt. Wir haben seit Samstag eine besondere Beziehung zu diesem Berg, da unsere Ferienwohnung seinen Namen trägt und wir zwei Tage brauchten, um uns den Namen für die Brötchenbestellung einzuprägen.

Letztendlich erreichten wir nach 17km schmalen und kurvenreichen Straßen das Würzjoch auf knapp 2000m Höhe und entschieden uns ausnahmsweise mal völlig spontan dazu, dort im Gasthof Ütia de Börz unser Abendessen einzunehmen. Die Rollenverteilung im Restaurant war ganz klar: Der Papa nimmt die Bestellung auf und bringt die Rechnung, Mama und Tochter stehen hinter der Theke und bedienen und der Sohn schmeißt die Küche. Der Laden funktionierte perfekt und das Essen war gut, nach dem gestrigen Ausflug ins Indische war heute wieder Südtiroler Küche mit Schlutzern (gefüllt mit Spinat und garniert mit Parmesan) sowie Speckknödeln mit Steinpilzen an der Reihe.



