Heute standen zwei Stunden Fahrt entlang der walisischen Südküste mit einem ausgiebigen Spaziergang auf der Halbinsel Gower und der Besichtigung des National Botanical Garden of Wales auf dem Programm. Als Stärkung verspeisten wir ein ordentliches walisisches Frühstück, das uns sicherlich bis zum späten Abend satt machen sollte.
Die Halbinsel Gower, vor den Toren der Stadt Swansea gelegen, wurde bereits 1956 als „Gebiet von außergewöhnlicher Naturschönheit“ ausgezeichnet. Steilküsten fallen tief zum Meer hin ab, Küstenpfade laden zu einer Wanderung entlang der Klippen ein, und unzählige Buchten ziehen Surfer in ihren Bann.
Die erste kleine Wanderung führte uns zur Three Cliffs Bay. Bei Ebbe ist der Blick von den Klippen auf den Sandstrand, wo die drei namensgebenden Kalksteinfelsen in die Höhe ragen, besonders schön.
Von Three Cliffs Bay waren es dann nochmal 20 Minuten Fahrt bis in die südöstlichste Ecke der Halbinsel. Bei Worms Head liegt eine bei Flut teilweise überspülte Landzunge vor der Küste, deren drei Inseln mit etwas Fantasie an eine Seeschlange erinnern. Auf den Wiesen rund um den Aussichtspunkt grasen Pferde und Schafe völlig ungestört von den Touristen am Rande der Klippen im Wind.
Der letzte Halt vor dem Erreichen unserer Unterkunft waren die National Botanical Garden of Wales. Die Gärten machen Werbung mit der im Herzen der Anlage stehenden Glaskuppel, die eine Fläche 100m x 60m überspannt und vom Stararchitekten Norman Foster entworfen wurde. Das Glasdach ist tatsächlich ein schöner Blickfang, im Innern war es jedoch bei Sonnenschein fast schon unerträglich heiß und die Beete und Pflanzen hätten auch ein bisschen mehr Pflege benötigt.
Vor dem Einchecken in unserer Unterkunft Slebech Park Estate suchten wir über google ein thailändisches Restaurant in der Nähe – in Carmathen parkten wir im Parkhaus eines Shopping Centers, das definitiv schon bessere Zeiten gesehen hat und zu großen Teilen leer stand, und suchten zu Fuß nach dem nahegelegenen Restaurant. Pat’s Taste of Thailand erwies sich letztendlich als Schnellimbiss mit wenigen Tischen und Stühlen, das Essen jedoch war gut – mehr wollten wir für heute gar nicht.
Im Vergleich zur städtischen Unterkunft in Cardiff gestern lag unser heutiger Übernachtungsort in ländlicher Idylle an einer Flussmündung. Unser Zimmer war nicht ganz so herrschaftlich, wie man von außen vielleicht erwartet hätte, aber die Umgebung und Ruhe machten das mühelos wett.












