Taupo (Neuseeland) 13.12. – Flexibilität ist alles

Eigentlich stand heute der Besuch einer Region mit vulkanischer Aktivität auf dem Plan, die auf dem Weg von Rotorua zu unserem nächsten Übernachtungsort Taupo liegt. Petrus versuchte jedoch heute Vormittag mit allen Mitteln, die heißen Quellen abzukühlen – es regnete in Strömen. So beschlossen wir, das Programm auf morgen zu verschieben, früher nach Taupo zu fahren, dort einzuchecken und bei hoffentlich besserem Wetter nachmittags zum Tongariro Nationalpark südlich von Taupo zu fahren.

Ein Stopp an den kostenlos zu besichtigenden blubbernden Schlammlöchern von “Wai-O-Tapu Thermal Wonderworld” war bei kurzer Regenpause dennoch drin: so kamen wir erneut in den “Genuss” von übelriechenden Dampfwolken, die über dem Gelände hingen. Mehr dampfende Quellen und Geysire gibt es dann hoffentlich morgen zu sehen.

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Es dampft und blubbert, wo man auch hinschaut
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Der Schlamm mit dem Blubb

Der südlich des Lake Taupo gelegene Nationalpark Tongariro ist seit 1991 sowohl UNESCO-Weltkulturerbe als auch UNESCO-Weltnaturerbe. Das Fläche erstreckt sich über das Gebiet der drei Vulkane Tongariro, Ruapehu und Ngauruhoe und lädt im Sommer zum Bergwandern und Winter zum Skifahren ein. Die Maori-Namen der Seen, Berge und Städte kann sich im Übrigen kein Mensch behalten :-).
Wir entschieden uns für eine dritte Variante: mit dem Auto so weit es geht nach oben zu fahren und dort die Aussicht zu genießen. Dies gestaltete sich allerdings bei den immer noch tief hängenden Wolken recht schwierig, der Blick auf den noch schneebedeckten Gipfel blieb uns verwehrt.

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Skihütten am Ruapehu sehen im Sommer in der bizarren Landschaft nicht gerade einladend aus
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Blick vom Ruapehu ins Tal

Bei 6 Grad Außentemperatur und immer wieder einsetzendem Regen waren wir dann auch froh, im Auto zu sitzen und uns aufzuwärmen – für solche Temperaturen sind wir nicht gerüstet. Von der Gipfelregion des Ruapehu fuhren wir zurück in die Ebene und tranken Kakao und Smoothie im “Chateau Tongariro“. Vor der Weiterfahrt warfen wir einen letzten Blick auf den Mount Ngauruhoe, doch die wenigen am Gipfel verbliebenen Wolken verzogen sich auch nach 15 Minuten Warten nicht.

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Blick auf den Mount Ngauruhoe

Die Fahrt in die Ebene war mit einem einem Temperaturanstieg von 10 Grad verbunden: so überstanden wir unsere einstündige Wanderung zum Rotopounamu Lake auch ohne Frostbeulen.

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Lake Rotopounamu mit Blick auf den Mount Pihanga

Überall in der Ebene rund um Lake Taupo, der ebenfalls ein Überbleibsel eines vor 26.500 Jahren kollabierten Vulkans ist, ragen Felskegel aus der Landschaft auf, die auf den vulkanischen Ursprung der Landschaft hindeuten.

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Vulkankegel – im Hintergrund Lake Taupo

3 Kommentare

  1. Kurze Frage mal an Euch, wo ich mich gerade über das Ende des Wochenendes ärgere: Gibt es für Euch im Moment Wochenenden? Also klar, ab und zu haben die Geschäfte zu und so, aber fühlen sich die Wochen so an wie in Eurem früheren Leben oder fließt das alles eher von Tag zu Tag?
    Und Lillegirl fragt: “Herr der Ringe”-spielt das dort wo ihr gerade seid oder werdet ihr noch an einen der Orte kommen?
    Merci – und weiter gute Reise!

    1. Sowas wie Wochenende kennen wir nicht mehr, meist wissen wir gar nicht, welchen Tag wir gerade haben, da die Geschäfte fast alle auch Samstag und Sonntag lange geöffnet sind. Auszeit vom Besuchsprogramm gab es bisher erst 4 Tage in Airlie Beach und 2 Tage in Sydney…demnächst (also am 10.Januar) folgen 7 Tage Nichtstun auf Fidschi – und das ist gut so :-)

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