Sölden (22.09.) – Seilbahnwanderung oberhalb von Sölden

[Hinweis: Auf dieser Tour ist Jochen alleine unterwegs; Link zum heutigen Wanderweg: Seilbahnwanderung Sölden]

Für die Dauer meines Aufenthalts in Sölden standen mir die Leistungen der Ötztal SummerCard zur Verfügung, mit der unter anderem die Nutzung der Seilbahnen im gesamten Ötztal einmal am Tag kostenfrei möglich ist. Leider waren Ende September von den elf über den Sommer laufenden Bahnen nur noch vier geöffnet, davon allein in Sölden drei. Die abgeschalteten Seilbahnen sind ein Fingerzeig, dass die Hauptsaison beendet ist und die Vorbereitungen auf die Wintersaison laufen. Die drei Bahnen in Sölden standen heute alle für mich auf dem Programm.

Die Gaislachkoglbahn befördert Gäste von knapp 1.400 m im Tal bis auf über 3.000 m den Berg hinauf, verbunden mit deutlich sinkenden Temperaturen. An der Bergstation wehte bei Sonnenschein und Temperaturen um die null Grad ein eisiger Wind und ich war froh, eine winddichte und wärmende Jacke zu tragen.

Schon am Fuß der Gaislachkoglbahn macht ein demolierter Land Rover Werbung für die James Bond Erlebniswelt
Noch halten sich ein paar lockere Wolken, wenig später gab es nur noch blauen Himmel zu sehen
Einmal umsteigen bitte an der Mittelstation der Gaislachkoglbahn

Das Gipfelkreuz des Gaislachkogels war nur wenige Meter entfernt, genau wie das Gourmetrestaurant ice Q und die James-Bond-Erlebniswelt 007 Elements, eine Hommage an den Geheimagenten im Dienste Ihrer Majestät. Daniel Craig als James Bond war hier im Jahr 2015 am zentralen und spektakulären Drehort für den James-Bond-Film „Spectre“ dem Schurken Blofeld auf den Fersen – eine perfekte Werbeveranstaltung für die Region Sölden und das Ötztal.

Blick auf den Bewegungsradius des normalen Besuchers: verspiegelte Fassade des Gourmetrestaurats ice Q, dahinter findet sich der Eingang zur James Bond Erlebniswelt und von dort sind es nur wenige Schritte zum Gipfelkreuz
Schneereste sind nur noch auf wenigen Berggipfeln zu sehen
Blick in Richtung Wildspitze
Ein Gipfelkreuz, das auch ohne Kondition zu erreichen ist
Nur damit man weiß, wo man sich gerade befindet
Blick hinab ins Ötztal nach Sölden

Nach einem ausgiebigen Fotoshooting der beeindruckenden Bergwelt rund um den Gipfel des Gaislachkogels und mit leicht verfrorenen Fingern war der nächste Stopp der Seilbahnwanderung die Mittelstation der Gaislachkogelbahn auf rund 2.200 m. Während sich Mountainbiker von hier hinunter ins Tal stürzten, schlängelte sich der Wanderweg entlang des Hangs zur Gampe Thaya, einer wunderschön gelegenen Alm, die sich für einen kleinen Zwischenstopp nahezu aufdrängte.

Vom Berggipfel geht es hinunter zur Mittelstation der Seilbahn
Mit der Seilbahn werden Fahrer und Fahrrad den Berg hinauf transportiert; runter geht es dann alleine
Nur selten verlief der Wanderweg heute durch so eine idyllische Landschaft
Die ersten Almhütten sind zu sehen, nicht mehr weit bis zur Gampe Thaya
Angekommen. Wer kann hier schon vorbei gehen?

Ein Blick in die Speisekarte und auf das wunderschöne Bergpanorama genügten, um später für ein frühes Abendessen hierher zurückzukehren. Von der Almgaststätte war es nicht mehr allzu weit bis zur Talstation der Langeggbahn, deren Sessellift hinauf zur Rotkogelhütte fährt – die im Sommer 2026 leider wegen Renovierungsarbeiten geschlossen war.

Und schon geht es wieder den Berg hinauf

Auf dem Weg nach oben kamen die Reste des Rettenbachgletschers ins Blickfeld, dem Ort, an dem traditionell die Weltcupsaison der Skifahrer startet. Der Gletscherschwund der letzten Jahrzehnte setzte sich in diesem Jahr bei Temperaturen im Tal von über 40 Grad ungebremst fort, und so war es eher traurig zu sehen, dass auch hier Schneekanonen dafür sorgen müssen, einen für die Skifahrer passablen Untergrund zu schaffen.

Blick auf die Reste des Rettenbachgletschers
Der Lift auf dem Gletscher ist aktuell außer Betrieb

Der Abstieg von der Rotkogelhütte über eine breite Fahrstraße entlang von Schneekanonen, die auf ihren Einsatz im Winter warteten, war wenig beschaulich, und so war es eine Erleichterung, an der Bergstation der Giggijochbahn angekommen zu sein. Mit der Bahn ging es hinunter nach Sölden, kurz ins Hotel und dann los zum Abendessen – zur Gampe Thaya.

Vielleicht sieht die Landschaft im Winter ja nicht ganz so trostlos aus
Blick aus der Kabine der Giggijochbahn auf Sölden

Von Sölden führte die Gletscherstraße in Serpentinen steil den Berg hinauf. Kurz vor der Mautstation stellte ich mein Auto ab, um von dort in einer Viertelstunde einen schmalen Wanderweg zur Gampe Thaya zu laufen. Nicht nur das Panorama der Almwirtschaft, auch die dreierlei Knödel passten wunderbar ins Gesamtbild.

Stopp – sonst kostet die Weiterfahrt 27 EUR pro PKW
Speck-, Käse- und Spinatknödel mit Salatbeilage – Lecker!
Und weil es so schön war: noch einmal das Panorama von der Terrasse

Die Aktivitäten des zweiten Tages waren damit abgeschlossen, und ich konnte mich im Hotel der Körperpflege und der Planung für den morgigen Tag widmen.

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