Phnom Penh (Kambodscha) 29.09. – Ich kaufe ein “H”

Man stelle ich vor, man ist zu Gast beim Glücksrad in SAT1. OK -mir ist bewusst, dass die Sendung nicht mehr ausgestrahlt wird, aber viele kennen sicherlich noch Peter Bond, Frederic Meisner und Maren Gilzer. Man stelle sich weiter vor, an der Ratewand stehen zwei zu vervollständigende Wörter, das erste mit fünf, das zweite mit vier Wörtern und gesucht wird eine Stadt. Als erstes wählt man ein “H” (hier ist die Überschrift natürlich nicht ganz richtig, denn man musste in der Sendung nur Vokale kaufen, Konsonanten gab es kostenlos). Es blinken zwei Felder auf: _ H _ _ _    _ _ _ H.
Als Lösung kommt dann sicherlich nur eine Stadt in Betracht: Phnom Penh.

Dort befinden wir uns aktuell für die nächsten beiden Tage, und ich befürchte bis zu unserer Abreise habe ich es nicht geschafft, mir zu merken, an welcher Stelle die “H” in Phnom Penh stehen. Die 2 Stunden Flug von Singapur waren kurzweilig, da neben dem schon in Deutschland beantragten eVisum zusätzlich noch ein Formular für die Ein- / Ausreise, den Zoll und das Gesundheitsministerium fehlerfrei auszufüllen waren.

Bei Ankunft in Kambodscha ist der Smog zwar verflogen und die Sonne scheint, doch ist bei 32 Grad und ca. 90 % Luftfeuchtigkeit weiterhin Dauerschwitzen angesagt. Neben  Sonnenschutzcreme muss jetzt auch noch das Mittel gegen Mückenstiche auf die Haut, damit nachher auch alles richtig schön klebt. Aber kein Grund zur Beschwerde – das wussten wir schließlich vorher.

Am Flughafen von Phnom Penh wurden wir von unserem Reiseleiter abgeholt, einem Mann so um die 50. Beim Erzählen kamen wir aus dem Staunen nicht mehr raus: er spricht unfassbar gutes Deutsch und war nicht etwa zu einem mehrjährigen Auslandsaufenthalt in Deutschland, sondern hat die Sprache an der Goethe Universität in Kambodscha gelernt. Reiseleitung macht er aber nur als Zweitjob, eigentlich ist er Bauer in einer Kooperative in der Nähe von Phnom Penh. In den 80ern hat er in der Sowjetunion studiert und nebenbei unterrichtet er noch die Schüler seiner Kooperative in Mathematik und Physik für die Schulklassen 7-10. Respekt!

Unsere Reisegruppe ist recht klein und sie findet Platz in einer Toyota Limousine: es sind der Fahrer, unser Reiseleiter, Alex und ich. Als wir die Reise gebucht hatten, stand im Kleingedruckten, dass sie bereits ab 2 Personen durchgeführt wird. Das trifft jetzt zu.
Wird also eine sehr individuelle Rundreise.

Hier ein Bild von der Hälfte der Reisegruppe (links: Fahrer, rechts: Reiseleiter) auf dem Weg ins Hotel:

Fahrer_Reiseleiter
Fahrer und Reiseleitung der Gruppe Alex / Jochen

Als wir abends zum Abendessen rausgehen wollten, schüttete es aus Eimern, also haben wir umdisponiert und im Hotel gegessen. Der “Crème brûlée” und dem “Tirami Su” auf der Dessertkarte konnten wir nicht widerstehen – das Ergebnis allerdings erinnerte uns eher an den guten alten Albrecht Dürer, der ein Rhinozeros gezeichnet hatte, ohne es jemals zuvor gesehen zu haben, so muss es dem Koch bei der Zubereitung der Nachspeisen gegangen sein: es schmeckte nämlich weder die “Crème brûlée” nach “Crème brûlée” noch das “Tirami Su” nach “Tirami Su”, schön angerichtet war es aber trotzdem:

Dessert
Crème brûlée und Tirami Su in Phnom Penh

2 Kommentare

  1. Unterstes Foto: Immerhin wieder zwei Gründe nach Frankreich zu fahren ;-)
    Aber was für eine super Sache mit der kleinen Reisegruppe. Genießt es in vollen Zügen!

  2. … Und wieder kein Pälzer Schorle dazugetrunken … Nur so langweiliges Wasser :-) ………… Oder war das vielleicht ein Willi in Wassergläser? Respekt!!! ;-)

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