Bad Cannstatt 11.08. – Die Wilhelma

Der heutige Tag mit dem Besuch des zologisch-botanischen Gartens der Wilhelma war die Einlösung eines Geburtstagsgeschenks für Jochen: Alex hatte Anfang des Jahres gesehen, dass dort ein Faultier auf die Welt gekommen ist und die Gelegenheit wollten wir nutzen, uns den Park anzuschauen.

Aufgrund der Corona-Vorschriften wurde nur eine begrenzte Anzahl von Leuten in den Zoo gelassen, beim Betreten von Gebäuden wurde die Besucherzahl erfasst – trotzdem war uns die Vielzahl der Menschen gerade an den Hauptattraktionen etwas suspekt und wir bemühten uns, Abstand zu halten, was nicht immer gelang.

Der Zoo ist Teil einer historischen Schlossanlage, die in den Jahren 1846-1866 erbaut wurde. Vor allem zu Beginn des Rundgangs waren wir beeindruckt von der schönen Gartenanlage und der Blumenvielfalt auf dem Gelände.

Blick über den Seerosenteich

Bei sommerlichen Temperaturen suchten viele der Tiere einen Platz im Schatten oder hatten Glück wie die Seelöwen, dass ihre Anlage einen eigenen Pool besitzt. Die Löwen lagen wie so oft müde herum und es sah so aus, als ob sie auf dem Weg durch das Gehege einfach umgefallen und liegen geblieben seien. Der Tapir stand dem in nichts nach.

Die Klammeraffen machten ihrem Namen alle Ehre und nutzten den Schwanz als zusätzlichen Greifarm
Fellpflege wird bei den Dscheladas groß geschrieben
… während die Mähnenschafe auf mildere Temperaturen warteten

Ein beliebtes Fotomotiv ist natürlich der Löwe – wichtig ist lediglich, dass er sich an der “richtigen” Stelle fallen gelassen hat. Sieht so der König der Tiere aus? Aber auch andere Tiere zogen es vor, die heißen Stunden des Tages zu verschlafen.

Ups, umgefallen
Laaaaaaangweilig
Wann wird’s mal wieder richtig Winter?
Für einen Schneeleoparden ist ein deutscher Sommer nur mit Dösen zu ertragen

Aktiv und der Hitze trotzend waren die Erdmännchen mit ihrer Lieblingstätigkeit beschäftigt, die Erde zu durchwühlen und Gänge zu bauen – einer musste natürlich aufpassen, dass sich kein Feind nähert.

Eine besonders schöne Choreographie hatten die Halsbandpekari einstudiert, die sich nach einigem Hin und Her gemütlich aneinander kuschelten.

Hier noch ein paar Fotos von anderen Tieren, bevor wir am Schluss des Rundgangs ins Amazonienhaus und dort auf die Suche nach dem jungen Faultier gingen.

Das junge Faultier war nicht schwer zu finden: Auf dem Bauch der Mutter hängend lieferte es sich einen Wettstreit mit ihr darum, wer schneller den als Futter bereitgestellten Salat vertilgen kann. Unglücklicherweise fiel der Salat mehrfach auf den Boden, bevor er vollständig verputzt worden war. Dabei waren die beiden gar nicht faul, sondern sehr aktiv. Die Ruhephase wird dann sicherlich beim Verdauen einsetzen.

Einfach mal abhängen
Bei Mami ist es immer noch am Schönsten

Im Amazonienhaus schauten wir uns im Anschluss die Pfeilgiftfrösche an, die aufgrund ihrer schillernden und für Fressfeinde abschreckenden Farbe leicht zu finden sind.

Ein letzter Blick auf das schöne Eingangsgebäude der Wilhelma und wir machten uns auf den Weg ins Hotel.

Für den Abend hatte Alex bereits einen Platz im Restaurant Pilum reserviert. Der Name zeugt von der langen Geschichte von Bad Cannstatt. Bereits zu römischer Zeit befand sich hier eine bedeutende Stadt. Ein Pilum war ein schwerer Wurfspieß (nicht etwa zu verwechseln mit “Wurstspieß”) der Legionäre. Er bestand aus einem etwa 1,4 Meter langem hölzernen Schaft, in den ein ebenso langes Eisen mit Widerhakenspitze bis zur Mitte eingefügt und mit Nägeln befestigt war. Wir mussten uns GottseiDank weder gegen Feinde erwehren noch unser eigenes Essen erlegen, sondern wurden hervorragend bewirtet, bevor wir müde und zufrieden den Heimweg antraten.

Damit gehen erlebnisreiche Tage in Baden-Württemberg zu Ende. Schön war’s.

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