11.09. – Au revoir, la France – bis zum nächsten Mal

Bevor wir uns heute in den Flieger zurück nach Luxemburg setzten, galt es, für den gestrigen Tag noch einen angemessenen Abschluss zu finden. Wir genossen den Tag über entspannt am Pool und hatten eigentlich geplant, zum Abendessen noch einmal nach Saint-Émilion zu fahren.

Die Restaurantsuche gestaltete sich allerdings überraschend schwierig – zu viel Haute Cuisine, zu oft Foie Gras und Innereien auf der Karte –, sodass wir kurzerhand den Plan verwarfen und stattdessen nach Bordeaux fuhren. Am ersten Abend unserer Reise hatten wir indisches Essen im Herzen der Altstadt genossen und gleich nebenan das Treiben in der Osteria Pizzeria da Bartolo beobachtet, die Pizza in Augenschein genommen und für gut befunden.

Die Parkplatzsuche gestaltete sich überraschend einfach, und als wir von der Tiefgarage ans Tageslicht traten, standen wir am Ufer der Garonne, nicht weit vom Platz vor der ehemaligen Börse entfernt, und sahen zu unserer Überraschung neben den spielenden Kindern ein Kreuzfahrtschiff, das vor Anker lag.

In der Altstadt herrschte der übliche Trubel. Bis das Restaurant öffnete, schlenderten wir noch ein bisschen durch die Stadt, hatten 19 Uhr fest im Blick und gehörten zu den Ersten, die in der uns bekannten schmalen Gasse Platz nahmen.

Zum Abschied von Bordeaux gab es noch einen letzten Versuch, den Wasserspiegel vor dem Place de la Bourse perfekt ins rechte Licht zu setzen. Leichter Wind machte auch dieses Mal einen Strich durch die Rechnung, aber auch so nahmen wir den Eindruck mit.

Heute Morgen fuhren wir zum Flughafen, gaben am Mietwagenschalter unser Auto zurück und hatten anschließend nach der Sicherheitskontrolle noch reichlich Gelegenheit am Gate, uns die Zeit zu vertreiben. Im Gegensatz zum Hinflug war der Rückflug pünktlich und bescherte uns einen letzten Blick auf die Mündung der Gironde in den Atlantik.

Einen Blick auf Paris gab es in der Mitte des Fluges.

Triumphbogen von oben

Bevor wir uns auf die Autobahn und den Weg nach Hause machten, nutzten wir die Gelegenheit, in Luxemburg zu tanken und Kaffee zu kaufen. Finanziell brachte die Aktion keinen riesigen Nutzen: Der Liter Benzin war 40 Cent, die 250g-Packung Espresso 2,50 EUR günstiger als zu Hause. Das war zumindest eine kleine Entschädigung für die lange Fahrt quer über den Hunsrück mit einem 45-minütigen Stau hinter Mainz.

Damit gehen 14 Tage an der Atlantikküste Südfrankreichs zu Ende. Wir sind froh, dass wir entgegen den ersten Planungen die Region bis zur spanischen Grenze in unser Programm aufgenommen haben. Bordeaux behalten wir als wunderschöne Stadt in Erinnerung, wir haben jetzt einen Eindruck vom größten zusammenhängenden Weinanbaugebiet der Welt, und auch die Spuren der Waldbrände westlich von Bordeaux werden uns in Erinnerung bleiben.

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